(Fuß-) Note 1!

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder: Vincent Desailly für Veja / Spring Summer 2018 / über Ganbaroo PR

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Vegane Lifestyles klettern immer höher die Trendleiter empor – auch der Fashion-Kosmos ist infiziert. Die passenden Schuhe für alle Anhänger tierfreier Mode liefert Veja. Das in Frankreich gegründete Label steht für Transparenz, organische Stoffe und Fair Trade. Produziert werden die coolen Sneakers der Brand in Porto Algere im südlichen Brasilien. Sie bestehen aus Bio-Baumwolle und wildwachsendem Kautschuk. Der Clou: Das Mesh-Material wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Dafür gibt es natürlich die (Fuß-) Note 1 für Nachhaltigkeit!

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QUEEN OF LESS

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder: mit freundlicher Genehmigung des Museums Angewandte Kunst, Frankfurt, oben: Portrait Jil Sander
© Peter Lindbergh

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Fashion-Flashback 90s! Wenn ich an Jil Sander denke, kommt mir sofort meine erste Vogue in den Sinn, die mir meine Mutter damals schenkte: Es handelt sich um die deutsche Januar-Ausgabe (1999) mit Linda Evangelista auf dem Cover – sie trägt ein weißes, knielanges Kleid der Designerin. Pur, auf das Wesentliche reduziert, cool! Noch heute bin ich fasziniert von dieser Art cleaner, zeitloser Looks …

Jil Sander ist DIE Ikone des Minimalismus. Das Museum Angewandte Kunst Frankfurt zelebriert derzeit ihre Werke mit der Ausstellung „Jil Sander. Präsens“. Das puristische Design zieht sich nicht nur durch die Mode, sondern durch den gesamten Kreativ-Kosmos – vom Parfum-Flakon bis zum Showroom-Interieur (siehe Bilder unten). Ihre weltweit erste Einzelausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Designerin kuratiert und präsentiert multimediale, raumgreifende Installationen und Tableaus, die ihre Gestaltungshaltung zu Mode- und Produktdesign, Architektur und Kunst beleuchten.

„Wer JIL SANDER trägt, ist nicht modisch, sondern modern“, so die Designerin.

Auf ca. 3000 Quadratmetern gliedert sich die Ausstellung in folgende Themen: Laufsteg, Backstage, Atelier, Kollektionen, Accessoires, Kosmetik, Fotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. Das Ergebnis: keine Restrospektive, sondern ein neues Gesamtwerk, das definitiv in die Jetztzeit passt und den Titel „Präsens“ zurecht trägt. Absolut sehenswert!

 

Credits von links nach rechts

1. Reihe: Jil Sander Kampagne, Frühling-Sommer 2005, © David Sims // Jil Sander cosmetic campaign: Sander for Men, 1999 © Raymond Meier // Jil Sander campaign
A/W 2013/2014, model: Edie Campbell, © David Sims // Jil Sander Kampagne
Herbst-Winter 2004/2005, Model: Mathias Lauridsen, © David Sims

2. Reihe: Jil Sander Showroom Milan, 2000, © Paul Warchol // Jil Sander campaign S/S 1996 model: Guinevere van Seenus © Craig McDean

3. Reihe: Jil Sander campaign, A/W 2004/2005, model: Gemma Ward, © David Sims // Portrait Jil Sander, Marie Claire Germany, 1991, © Peter Lindbergh

SCANDI – STYLE

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder : Samsøe & Samsøe, Spring 2018 / Ganbaroo PR

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Grauer Himmel, Nebelschwaden, moderndes Laub: Während sich draußen die Tristesse dieser kalten, kalten Jahreszeit breit macht, lohnt sich ein modischer Blick in die Zukunft. Blüten-Prints, cooles Leder und smarte Shirts – das Label Samsøe & Samsøe setzt in seiner Spring Collection 2018 auf kontrastreiche Statement Styles.

Die Brand, deren Wurzeln in skandinavischer Simplizität verankert sind, wurde 1993 von den Brüdern Klaus und Preben Samsøe in Kopenhagen gegründet. Ursprünglich verkaufte das Label nur Schmuck, wenig später ebenso Permium-Shirts. Im Jahr 2000 avancierte Samsøe & Samsøe zu einem internationalen Mode-Kosmos. Das Sortiment umfasst urbane Looks für Männer und Frauen inklusive Accessoires.

Cleaner, nordischer Stil vereint sich mit spielerischen Details, Authentizität und Funktion. Das Ergebnis: moderne Basics und coole Klassiker für jeden Tag, aber auch Trend-Pieces mit Showstopper-Appeal. In der Hauptstadt hat das Label bereits zwei Flagship-Stores eröffnet – den ersten im Kaufhaus Bikini Berlin und zuletzt einen in Mitte, Ecke U-Bahn Weinmeisterstraße (Alte Schönhauser Straße 31, 10119 Berlin).

COOL, SMART, SKANDINAVISCH … I ❤ !

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TREE LOVE

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder: aus dem Bildband „Tree Houses“, erschienen im Taschen Verlag; oben: „Baumraum“ von Andras Wenning, Jungle House; http://www.taschen.com

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Dinner Time in den Baumkronen Neuseelands, inmitten unberührter Natur? Delikat! Das Restaurant The Yellow Tree House besteht aus laminiertem Kiefernholz und bietet Platz für 30 Gäste. Die Atmosphäre ist geprägt von rustikaler Romantik. Vor allem abends verströmt das warme Licht einen Hauch Magie (Bild unten). Ich persönlich würde dort glatt einziehen wollen. Oder doch lieber Futurismus unter Palmen? Im diesem Fall wäre der „Baumraum“ (Bild oben) der perfekte Place to be.

Baumhäuser avancieren zu den neuen Trend-Lebensräumen – abseits der rasanten und überfüllten Mega-Cities. Sie sind die idealen Rückzugsorte, um durchzuatmen, zu meditieren, dem Alltag zu entfliehen. Die schönsten präsentiert und feiert der im Taschen Verlag veröffentliche Bildband TREE HOUSES. 50 Fotografien inspirierender, kleiner Traumschlösser, die zwischen den Ästen Richtung Himmel empor wachen, sind darin enthalten. Plus: Kurzbiografien der involvierten Architekten, Background-Infos und bezaubernde Illustrationen des Künstlers Patrick Hruby. Ganz nebenbei liefern die Destinationen der verschiedenen Baumhäuser Ideen für die nächsten Reiseziele – vom Teehaus in Japan bis zum Treehotel in Schweden. Mein Fazit zu diesem naturverbundenen Coffee-Table-Book: Ob zauberschön oder visionär –  die Architektur dieser Refugien, die Freiheit und Weitblick versprechen, ist fantastisch. Absolut fabelhaft!

Bild-Credits:

Pacific Environment, Yellow Tree House Restaurant, Warkworth, New Sealand, Foto: Lucy Gauntlett, darunter: das Cover, Tree Houses von Philip Jodidio, 544 Seiten, Hardcover, 14 x 19,5 cm

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LAUT! BUNT! POP!

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, oben: Keith Haring (1958-1990), American Music Festival – New York City Ballet, 1988, Siebdruck, © Keith Haring Foundation

Gelbe, gesichtslose Tänzer in den Sternen, grüne Hunde und pinke Katzen. Ein rosa Männchen stützt den schiefen Turm von Pisa. Die Bilder von Keith Harring sind stets mit einem Augenzwinkern kodiert und transportieren durch ihre plakative Art Botschaften besonders rasch. Sie sind laut. Sie sind farbintensiv. Sie sind POP!

Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zelebriert die Werke des Ausnahmekünstlers (geboren 1958 in Pennsylvania) mit der Ausstellung POSTERS. Über 100 Plakate aus der Sammlung des Museums veranschaulichen sein Schaffen und seine stilistische Entwicklung, ebenso wie Marketing-Produkte und kleine Objekte, die in Harings New Yorker POP SHOP verkauft wurden. Keith, der sich als politischer Künstler verstand, befasste sich in einen comichaften Bildern mit Themen wie Musik, Menschenrechte, Toleranz, Aufklärung.

Sein Leben war wie seine Gemälde: LAUT! BUNT! POP! Wie ein Ecstasy-Trip in Clubland, ausgelassen und rastlos, voller Energie. In seinen frühen Teenager-Tagen experimentierte er mit Drogen – eine davon war die Kunst. Mit gerademal 19 hatte Keith seine erste Ausstellung (im heutigen Pittsburgh Center of Arts). 1978, ein Jahr später, strandete er in New York. Im East Village bildete sich zu jener Zeit eine vibrierende und berauschte Streetart-Szene. Graffitis dominierten das Stadtbild. Zu diesem inneren Kreis zählte ein wildes Potpourri junger Kreativer – Michel Basquiat, Kenny Scharf, Madonna und Harings enger Freund Andy Warhol. Keith nutzte seine Popularität auch für soziale Projekte. Ende der 80er gründete er die Keith Haring Foundation, die Kinder in Not und Aids-Organisationen unterstützt. Bei ihm selbst wurde im Jahr 1988 der HI-Virus diagnostiziert. Der Maler greift die schreckliche Krankheit immer wieder in seinen Bildern auf. 1990 verstarb er in New York City.

Die Ausstellung KEITH HARING. POSTERS läuft noch bis zum 5. November 2017.

Bild-Credits unten: 1) Keith Haring (1958-1990), The Humane Society of Broward County, 1987, Offsetlithografie, 86,2 x 55,8 cm, © Keith Haring Foundation, 2 und 3) Michaela Hille, 4) Keith Haring (1958-1990), Pisa 89, 1989, Offsetdruck, 100 x 79,8 cm, © Keith Haring Foundation

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RETRO REVIVAL

BREATHE THE NOW lautet das Credo von Modström. Mit der aktuellen Herbstkollektion haucht die 2004 lancierte Fashion-Brand dem Retro Revival Zeitgeist ein – und kreiert moderne Styles, die Coolness mit einer Prise Vintage-Appeal mixen. Das dänische Label ließ sich von Architektur, Art und Sport inspirieren. Einflüsse der Bauhaus-Ära zeigen die geometrischen Muster und Aufdrucke. Ob softe Pudertöne oder satte Juwelen-Farben wie tiefes Blau oder Rubin – die Farbpalette der neuen Lieblingsstücke verströmt einen eleganten und gleichzeitig spielerischen Vibe. Perfekt für urbane Tagträumer- und junge Rebellinnen …

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder: Ganbaroo PR / Modström

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SWEET DREAMS

Text: Steffen Hilsendegen; Bilder: GANBAROO PR // muun

Träume sind Reisen durch die Nacht, wie Kurztrips an fremde Orte. Die perfekten Begleiter dafür kreiert Muun, ein Kollektiv von Schlaf-Liebhabern, die die Bedeutung von Komfort neu definieren wollen. Ihr Sortiment besteht unter anderem aus anpassbaren Matratzen, Kissen und Betten. Mein Favorit ist die „SLEEP SCENT“-Kollektion „MUTABI“, die das Dream Team von Muun zusammen mit Aoiro, der japanisch-österreichischen Duft-Manufaktur, entwickelte. Sie umfasst einen Raumduft, ein Kissen-Spray und Duft-Kerzen. Die Produkte enthalten rein natürliche Inhaltsstoffe und sollen für Entspannung sorgen. Unsere nächsten TRAUM-Reisen werden damit sicherlich auch versüßt …

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